Eingewöhnung Kinderkrippe


Eingewöhnung:

Wichtigste Voraussetzung für eine gelungene „Eingewöhnung“ in der Kinderkrippe ist eine gute Fachkraft-Kind-Beziehung. Ein wichtiger Entwicklungsschritt für jedes Kind ist, neben seinen Eltern, auch noch weitere Beziehungen aufzubauen. Diese Beziehungspersonen können Großeltern, Verwandte aber auch pädagogische Fachkräfte sein. Für einen gelungenen Beziehungssaufbau sind die Stabilität der Beziehung und die Feinfühligkeit der einzelnen Bezugsperson entscheidend. Wichtig ist eine primär am Kind orientierte, gemeinsam mit den Eltern geplante und durchgeführte Eingewöhnungsphase und ein guter Beziehungsaufbau zur neuen Bezugsperson. Von sicheren Bindungs- und Beziehungserfahrungen können Kinder sehr profitieren und stellen eine große Ressource dar.

Mit dem Besuch unserer Kinderkrippe stehen Kind, Eltern und Einrichtung vor einer wichtigen Aufgabe. Kind und Eltern sind mit einer Vielzahl an Anforderungen konfrontiert. Sie entwickeln eine neue Identität als Krippenkind bzw. Krippeneltern und knüpfen neue Beziehungen zu den anderen Kindern bzw. Eltern und Fachkräften. Die Beziehungen in der Familie werden neu definiert. Häufig nehmen Eltern auch ihre Berufstätigkeit wieder auf, wenn das Kind zu uns kommt. Dies stellt eine zusätzliche Herausforderung und Belastung für die Familie dar. Um den Übergang vom Elternhaus in unsere Einrichtung für das Kind möglichst stressfrei und schonend zu gestalten, bleiben Bindungspersonen (Mutter/Vater) Kind während der ersten Tage gemeinsam bei uns. Dies bietet dem Kind die Möglichkeit sich immer wieder in die Sicherheit der Mutter/Vater zurück zu ziehen, um dann wieder neue Erkundungsversuche zu unternehmen.


Eingewöhnungszeit:

Wir gestalten die Eingewöhnungszeit in der Kinderkrippe nach dem „Münchner Eingewöhnungsmodell“.

Allgemein: Die Bindungsperson hat einen Ansprechpartner, Kinder haben keine feste Bezugspersonen

1. Woche: Das Kind kommt zusammen mit der Bindungperson für jeweils 2 Stunden zu unterschiedlichen Tageszeiten in die Krippe.

2. Woche: Die Stundenanzahl wird erhöht und die ersten Trennungen finden statt.

3. Woche: Stunden werden nach Buchunszeiten aufgebaut

4.-6. Woche: Schlussphase, Bindungspersonen sind nicht mehr in der Einrichtung, müssen aber erreichbar sein.

Damit eine sichere Bindung und vertrauensvolle Beziehung zu dem Kind aufgebaut werden kann, brauchen wir Zeit, Geduld, Verständnis und Sie als Bezugsperson und „sichere Basis“.
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind zum einen von der Fachkraft trösten lässt, aber auch grundsätzlich bereitwillig und gern in die Einrichtung kommt.


Ein Tag in unserem Haus

07:00-08:00 Uhr
Beginn in der Fuchsgruppe
08:00-08:15 Uhr
Bringzeit in allen Krippengruppen
07:30-09:00 Uhr
gleitendes Frühstück in allen Gruppen. Das Frühstück wird von der Einrichtung hergerichtet.
09:30-10:45 Uhr
Morgenkreis, Freispielzeit in allen Gruppen. Altersgerechte und gezielte Angebote der päd. Fachkräfte werden integriert. Die Freispielzeit findet sowohl drinnen als auch draußen statt. Natürlich werden je nach Bedarf die Kinder gewickelt oder der selbstständige Toilettengang geübt.
10:45-11:30 Uhr
Ankommen in der jeweiligen Gruppe, Mittagessen und Vorbereitung zum Schlafen
11:45-12:00 Uhr
1. Abholzeit
11:30-13:30 Uhr
Schlafenszeit in der Krippe.
13:30-14:30 Uhr
"Aufwachen", Wickelzeit, 2. Abholzeit 13:45-14:00 Uhr
14:30-16:00 Uhr
Nachmittagsbrotzeit, Gruppen werden zusammen gelegt, Freispielzeit drinnen sowie draußen, Abholmöglichkeiten je nach Buchung im 1/2 Std. Rhythmus
-16:00 Uhr
Einrichtung schließt

Mahlzeiten

Die Krippenkinder frühstücken gemeinsam, hergerichtet von der Einrichtung und bekommen ein ausgewogenes Mittagessen von der Frische Küche aus Holzkirchen. Das Mittagessen ist verpflichtend. Je nach individueller Buchung bekommen die Kinder, die länger als 14:30 gebucht sind, auch eine Nachmittagsbrotzeit.
Die Getränke werden von der Einrichtung gestellt.

Jedes Essen findet in einer angenehmen, gemütlichen Atmosphäre statt, in der die Kinder sich gegenseitig wahrnehmen, Erlebnisse austauschen, miteinander kommunizieren und Erfahrungen sammeln. Wir fördern die Selbständigkeit der Kinder, indem sie mitwirken können z. B. selbständig wählen, alleine schöpfen, Getränke eingießen und alleine essen lernen. Individuell bestimmen die Kinder die Menge ihrer Mahlzeit selber und lernen dadurch abzuschätzen, wie viel und was sie essen wollen. Neben Erlernen von Tischmanieren und Entscheidungen treffen ist das gemeinsame Essen auch eine Zeit der Ruhe und Erholung.

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